Von Heinz Erhardt bis Shakespeare, die Gesichter des Schauspielers Thomas Glup
Heinz Erhardt
Im Jahr 2007 stand bei Thomas Glup ein besonderes Jubiläum auf dem Programm. Seit nunmehr 20 Jahren setzt er sich die dicke schwarze Hornbrille auf und widmet
dem Wirtschaftswunderspaßvogel Heinz Erhardt eigene Bühnenauftritte. Das erste Programm "Was bin ich wieder für ein Schelm" hat mittlerweile mehr als 30.000
Zuschauer in ganz Deutschland begeistert.
Dabei geht es Thomas Glup nicht um die Imitation des Altmeisters. Vielmehr möchte er an den "Schelm der Nation" erinnern und die allseits bekannten Texte, Bonmots
und Wortspielereien auf einer Bühne zum Leben erwecken.
Im zweiten Programm "Noch’n Gedicht" kommen neben dem bekannten Erlkönig und der Made auch teilweise unbekannte Texte sowie die beliebten Lieder vom Muselmann und
"Immer wenn ich traurig bin" zu Gehör. 2006 startete Thomas Glup dann mit seinem Festengagement im Rathaustheater auch sein drittes Programm "Best of Heinz
Erhardt".
Beamte sind auch nur Menschen
Die Erlebnisse aus seinen letzten 20 Beamtenjahren sind der Stoff für ein neues Projekt von Thomas Glup.
Das Stück "Beamte sind auch nur Menschen" offenbart humorvolle Einblicke in die Arbeitswelt und das Gefühlsleben des "Homo beamticus".
Ein Fall für Pater Brown
Kaum haben Pater Brown und Mrs. Miller mal wieder ein neues altes Pfarrhaus bezogen, passieren die merkwürdigsten Dinge. Schon das Gebäude birgt
seltsame Geheimnisse. Die Haushälterin entgeht knapp dem Tod, weil sich von der Kirchturmglocke der Schlägel löst. Und dann geschieht auch noch ein echter
Mord! So schrecklich das ist: Pater Brown ist voll in seinem Element.
Trotz Ärger mit der Kirchenbehörde kann er's nicht lassen und zeigt dem überforderten Kriminalkommissar, wo's langgeht! Dabei stellt er nicht nur seine
Beobachtungsgabe und Kombinationsfähigkeit unter Beweis. Sein liebevoller Humor lässt sich weder von Naivität noch von Bosheit erschüttern. So ist der
Weg zur Gerechtigkeit mit manch gut gesetzter Pointe gepflastert. Pater-Brown-Erfinder Chesterton hätte seine Freude ...
Thomas Glup – dem Essener Publikum als Pater Veit Martin bekannt – verkörpert den katholischen Pfarrer mit seiner Vorliebe für die Unterwelt auf seine eigene,
unnachahmliche Weise und trotzdem ganz typisch. Heinz Rühmann hat diese Rolle zur Kultfigur gemacht. Nun erobert die sympathische Figur endlich die Bühne und
kehrt damit in Heinz Rühmanns Geburtsstadt zurück.
Der Kontrabass
Im vergangenen Jahr lief in den deutschen Kinos der Film "Das Parfüm". Mit diesem Roman wurde Autor Patrick Süskind einst weltberühmt. Aber
mit "Der Kontrabass" präsentiert Süskind entgegen vieler Erwartungen ein witzig-unterhaltsames Werk. Hervorragend charakterisiert er die Gefühle eines
Musikers, der im Orchester leicht mit seinem Instrument unterzugehen droht. Einerseits wichtig und unersetzlich, gibt es jedoch andererseits keine Soloparts für einen Kontrabass,
allenfalls ein Duett.
Regisseur Hans Gerd Thorwesten inszenierte dieses Stück mit Thomas Glup in der Hauptrolle. Humorvoll und sehr einfühlsam spielt der Protagonist diesen gebeutelten
Musiker. Er lässt das Publikum teilhaben an seinen Freuden, seinem Stolz und an seinen Nöten. Die Zuschauer leiden mit ihm, wenn seine geliebte Sarah keine Notiz von ihm
nimmt oder er zwei Stunden im Schneechaos auf den Abschleppdienst wartet und dabei den wärmenden Mantel doch lieber seinem hölzernen Freund überlässt.
Ach du lieber Himmel
Seit der ersten Vorstellung im März vergangenen Jahres erlebt das Rathaustheater Essen regelrechte Pilgerströme, wenn der Schelm Gottes über kirchliche Themen wie Beichte und Zölibat oder über ganz weltliche Dinge wie menschliche Umgangsformen plaudert. Ganz gleich ob in der Kirche oder daheim, im ICE oder im Restaurant: Der quirlige Pater beleuchtet alles auf seine ganz humorvolle Weise. Scheinbar mühelos schafft er es, die Menschen angenehm zu unterhalten und das Zwerchfell der Zuschauer zu strapazieren. Dabei stellt er nicht nur die Humorfähigkeit katholischer Geistlicher unter Beweis, vielmehr dokumentiert er die Fähigkeit, dass man sein Publikum durchaus auch niveauvoll und oberhalb der Gürtellinie unterhalten kann. Stets ausverkaufte Vorstellungen belegen den großen Erfolg und die hervorragende Resonanz der Zuschauer.
Runter zum Fluss
Ein Campingplatz im Grünen und zwei Sitzengelassene, die sich mit ihren abreisenden Partnern lauthals streiten. Auf der einen Seite Karsten, flehend, bittend, verständnislos. Auf der anderen Anke, fluchend, schimpfend, wütend. Dann stehen sie da, er mit kompletter Campingausrüstung, aber ohne seine Mechthild, sie mit nichts als einem Koffer mit Kleidern... und ihr Manfred ist weg. Chaotisch und lebenslustig vereinnahmt Anke das Zelt und die heile Welt des pedantischen Beamten Karsten. Was folgt ist ein überaus witziger Schlagabtausch, bei dem die komödiantischen Fetzen nur so fliegen!
Total verglupt
In seinem neuen Programm "Total verglupt" hat Thomas Glup eine Vielzahl an Erlebnissen seiner Rathaus- und historischen Stadtführungen sowie aus seinem Privatleben verarbeitet. Freuen darf sich das Publikum aber auch auf so manche Anekdote aus seinem "Beamtendasein" bei der Stadt Essen. Wüsste man es nicht besser, man könnte glauben, die Geschichten seien erfunden. Aber Thomas Glup ist der festen Überzeugung: Die besten Geschichten schreibt das Leben... und die Stadtverwaltung.
Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)
Gemeinsam mit Dietmar Pröll und Hardy Kistner versucht Thomas Glup das wahnwitzigste Unterfangen der Menschheitsgeschichte. An einem Abend wollen die drei Schauspieler alle 37 Shakespeare-Stücke mit ihren 1834 Rollen aufführen. Sie glauben, das geht nicht? Gemeinsam mit den Autoren dieses Stückes ist Thomas Glup der Meinung, nichts ist unmöglich. Natürlich können die drei Darsteller nicht jede Zeile berücksichtigen und nicht alles ist wie im Original. Aber beim Besuch dieses Stückes werden Sie feststellen, dass es nichts Menschliches gibt, was es bei Shakespeare nicht auch schon gegeben hat. In dieser Kult-Komödie wird Thomas Glup wieder alle Register ziehen und garantiert auch das Publikum in das Geschehen mit einbeziehen.
Die Sternstunde des Josef Bieder
Sänger zu werden war der Lebenstraum von Josef Bieder. Stattdessen arbeitet er als Requisiteur und steht nicht im Rampenlicht. Heute muss er die Bühne für die nächste Vorstellung vorbereiten, aber - oh Schreck - der Zuschauerraum ist voll besetzt. Gespannt wartet das Publikum auf den Beginn des Theaterabends. Was tun? Josef Bieder beginnt zu plaudern und lässt sich zu einem grandiosen Rundumschlag gegen alles und jeden hinreißen. Was als Panne begann, wird zur Sternstunde des Josef Bieder. Ein komödiantischens Meisterwerk.
Der Ferienkönig
Als das Wirtschaftswunder ein Wirtschaftswunder war und man sich noch nicht über die Wirtschaft wunderte, war es der Traum eines jeden, an die Côte d'Azur zu reisen. Auch der erfolglose Versicherungsvertreter Heinz Weiss macht hier Urlaub. Sein Chef hat ihm eine letzte Chance gegeben: Bei reichen Urlaubern soll er hohe Versicherungsverträge abschließen, oder er wird gefeuert. Im exotischen Urlaubsort direkt am Meer nehmen ihn die Feriengäste nicht ernst - er ist eben ein Biedermann im grauen Anzug inmitten der schrägen Dekadenz einer Luxusherberge! Doch unerwartet gewinnt er auf merkwürdige Weise an Attraktivität. Gerüchte schwelen, er sei der millionenschwere Thronfolger des Königreichs Verana, natürlich inkognito. Der ahnungslose Mann steht plötzlich im Mittelpunkt des Interesses. Die Damenwelt bemüht sich um ihn, die Herren suchen seine Gesellschaft und seine Protektion, das Hotelpersonal hofiert ihn. Herr Weiss genießt es in vollen Zügen, schließlich ist er zum ersten Mal im Leben ein echter "Ferienkönig". Dauerhaft kann ihm ein solches Glück nicht beschieden sein. Der Hochstapler wider Willen wird entlarvt. Und was für eine Katastrophe: Er trifft mit dem echten Kronprinzen zusammen! Gespickt mit dem unverwechselbaren Humor von Heinz Erhardt und seinen schönsten Gedichten ist diese turbulente Komödie fast schon so etwas wie ein Klassiker bester deutscher Unterhaltung.
Lesung über das alte Essen
Thomas Glup ist Essener Junge - mit Leib und Seele. Das bemerkt man immer wieder. Auf seinen Tourneen schwärmt er von der schönen Stadt im Herzen des Ruhrgebiets, bei seinen historischen Führungen plaudert er amüsant über die interessante Geschichte der zukünftigen Kulturhauptstadt und mit seinen Lesungen entführt er die Zuhörer in die eigene Kinderzeit. Humorvolle Geschichten und längst vergessen geglaubte Redewendungen aus dem Ruhrgebiet fesseln das Publikum. Erinnerungen werden geweckt. Wie man es von ihm kennt - und meistens auch erwartet - schweift Thomas Glup immer wieder von den Texten ab und unterhält das Auditorium mit persönlichen Erlebnissen. Nach dem überwältigenden Erfolg im ersten Jahr wird die Reihe mit den Lesungen über das alte Essen (Teil 1 und 2) auch in dieser Spielzeit fortgesetzt. Mit der Lesung "Essen - Dönekes und Allerlei" startet Thomas Glup nun den dritten Teil dieser Kulturreihe.
Historische Stadtführung
In dem neuen Buch von Wulf Mämpel "Essen - Kulturhauptstadt Europas" findet man ihn sofort auf den ersten Seiten: Den Stadtvogt von Essen. Mal an der Seite des Oberbürgermeisters Dr. Wolfgang Reiniger bei der Bekanntgabe der Jury über die Verleihung des erhofften Titels und mal mit einer begeisterten Besuchergruppe vor dem Essener Rathaus. Mit unverwechselbaren Führungen durch seine Heimatstadt bringt Thomas Glup im historischen Gewand den Zuhörern die interessante Geschichte der Ruhrmetropole näher. Spannend und humorvoll zugleich erläutert er seinen Gästen die 1155-jährige Geschichte der Kulturhauptstadt 2010 und verbindet bei einem Rundgang durch die Innenstadt Wissenswertes mit amüsanten Anekdoten. Eine Anmeldung zu diesen Rundgängen ist dringend erforderlich. Für interessierte Gruppen bis 30 Personen gibt es ferner die Möglichkeit, unter der Rufnummer 0201-8815304 einen individuellen Termin zu vereinbaren. Hier erhalten Sie auch nähere Informationen.